Fusion

Im Alleingang in den Untergang?

Es gibt die Fusionsturbos (zu denen sich grosse Teile der SP zählen), die wollen vorwärts machen. Die Skeptiker stehen auf der Bremse. Dazwischen steht die grösste Gruppe: Sie will die Vor- und Nachteile einer Fusion nüchtern abwägen. Und genau die sind jetzt gefragt. Denn der Gemeinderat und der Einwohnerrat wollen, dass die Gemeinde Emmen einer so genannten Steuerungsgruppe beitritt.

Adligenswil, Ebikon, Emmen, Horw und Kriens sollen gemeinsam die Vor- und Nachteile einer Fusion aufzeigen und die Grundlagen für den Fusionsentscheid erarbeiten. Die Bevölkerung wird weiterhin zu jedem Fusionsschritt Stellung nehmen können.

Einige sagen, dass zu dem vielen Papier, das zu diesem Thema schon produziert wurde, noch ein weiteres hinzu kommt. Sie haben nicht ganz unrecht. Aber wichtig ist im Moment, dass die Gemeinden gemeinsam vorgehen.

Die Bevölkerung von Emmen wird am 17. Mai 2009 abstimmen können, ob Emmen dieser Steuerungsgruppe beitreten soll. Oder anders gesagt: Das Volk entscheidet, ob es sich in eine Sackgasse manövrieren will, oder ob Denken erlaubt ist. Denn ein Nein zur Steuerungsgruppe führt in die Sackgasse. Emmen bleibt, wie es immer war, egal was es kostet. Im Alleingang in den Untergang? Intelligenter ist es, sich alle Möglichkeiten offen zu halten. Wenn wir unsere Verantwortung als Teil der Agglomeration Luzern wahrnehmen, treten wir offenen Geistes der Steuerungsgruppe bei.

So sichern wir uns Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten. Denn eine starke und konkurrenzfähige Agglomeration Luzern bringt uns alle weiter.

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